Männer und wilde Western

Manchmal stöbere ich im Bücherregal meines Freundes. Dort fiel mir dieses kleine Buch auf: Butcher’s Crossing. Ein ganz ohfamooser Abenteuerroman von John Williams, der mit seinem Buch ‚Stoner‘ posthum in Deutschland berühmt wurde. Butcher’s Crossing ist sein zweites Buch, das in Deutsch erschienen ist. Man findet es im Buchladen garantiert nicht auf dem Stapel ‚für Frauen‘!

butcher's crossing, John WilliamsButcher‘s Crossing ist ein fesselndes Buch. Die Geschichte von Will Andrews, einem Harvard Studenten, spielt Ende des 19. Jahrhunderts in Amerika. Der junge Protagonist kehrt einer glänzenden Karriere und Harvard den Rücken. Er verlässt seine Heimat, fährt nach Westen und erreicht Butcher’s Crossing, ein kleines einsam gelegenes Städtchen in Kansas. Hier wimmelt es von Büffeljägern, Prostituierten und Männern, die das Abenteuer und ihr Glück suchen. Miller, ein erfahrener Büffeljäger, lockt den unerfahrenen idealistischen Andrews mit der Geschichte einer riesigen Büffelherde, die versteckt in einem entlegenen Tal in den Colorado Rockies die besten Felle und somit großen Reichtum einbringen würde.

Andrews beschließt schon bald, Miller, dessen bizarren Freund und einen angeheuerten Häuter auf die Büffeljagd zu begleiten und diese auch zu finanzieren. Nach einem nervenzerreibenden Treck erreichen sie Colorado, reiten in ein unberührtes Tal von überwältigender Schönheit und finden eine riesige Büffelherde. Das Abenteuer im Wilden Westen fängt jetzt aber erst richtig an. Das stille Tal wird zum Schlachtfeld und das Drama nimmt seinen Lauf.

Ich möchte nicht mehr von der Geschichte preisgeben, kann dieses spannende Buch aber wirklich empfehlen. John Williams beschreibt mit seiner souveränen Schreibkunst den großen amerikanischen Traum und das Abenteuer des Wilden Westens – schonungslos und mit aller Härte. Butcher’s Crossing ist ein fesselnder Abenteuerroman, der existenzielle Fragen stellt, die weit über die Zeit hinausweisen.

2 Gedanken zu “Männer und wilde Western
  1. Das klingt ja wirlich ganz ohfamoos, liebe Sonja!

    „Stoner“ habe ich übrigens vor zwei Jahren gelesen. Es gibt Bücher, die hallen eindringlich nach. Dieses gehört dazu. Die Geschichte ist eindringlich. Die Sprache brilliant. Die Atmosphäre dicht und dichter werdend. Beeindruckend, wie Williams es versteht, Charaktere still und äusserst lebendig zu entwickeln sowie LeserInnen nichts ahnend von Seite zu Seite zu verführen!

    Ein Buch, wie ich finde, für den Herbst.

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