Die Welt wieder entdecken – Eine Auszeit vom Handy

Unser Gastautor Timm Hendrich ist noch nicht mit seinem Handy verheiratet. Er betrachtet die Beziehung eher kritisch und nimmt sich immer wieder persönliche Auszeiten. Heute berichtet er, was er offline erlebt – inklusive eines Tipps, damit das Smartphone smart bleibt.

Es soll ja Leute geben, die haben ihr Handy Tag und Nacht am Ohr. Mir persönlich wäre das definitiv zu anstrengend. Aber zugegeben: Wenn ich mein schnuckeliges, kleines Smartphone mal nicht im Blickfeld habe, werde ich durchaus schon mal ein bisschen unruhig. Schließlich möchte ich immer und für jeden erreichbar sein. Egal, wo ich gerade bin. Meine Freunde sollen mich möglichst kontinuierlich telefonisch erreichen können – und ich sie. Und natürlich möchte ich unbedingt auch über all das informiert sein, was meine Kontakte in den sozialen Netzwerken so treiben. Ich will eben mitreden können und auf dem Laufenden sein. Aber mal Hand aufs Herz: Muss man das tatsächlich? Ich meine – WILL ich das wirklich? Ja. Ich will…

Handy verlieren, Alltag, VersicherungMeine neue persönliche Freiheit? Zeit ohne die Außenwelt verbringen.

Sicherlich bin ich (noch) nicht mit meinem Handy „verheiratet“, aber es ist schon schön, mit diesem praktischen „Helferlein“ 24/7 mit der gesamten Welt in Verbindung zu stehen. Um es auf den Punkt zu bringen: Mein Smartphone und ich sind buchstäblich ein Herz und eine Seele. Ein großartiges Gefühl. Andererseits ist mir in letzter Zeit auch aufgefallen, dass es eine echte Wohltat sein kann, dann und wann auch mal „offline“ zu gehen. Es ist übrigens noch gar nicht lange her, als ich einen Artikel gelesen habe, der mich irgendwie nachdenklich gemacht hat. Darin ging es um die neue Freiheit, sich auch mal eine „Auszeit von der Welt“ gönnen zu können. Genau das habe ich ausprobiert. Ich habe mein Handy einen ganzen Nachmittag lang in Off-Position gebracht: Ich habe mich also fast drei Stunden lang vom Internet „abgekapselt“. Es ertönten folglich keine „Pling“-Geräusche als Signal für eingehende Whatsapp-Nachrichten. Ich erhielt keine Emails und habe auch keine schreiben können. Was meine Kontakte bei Facebook, Twitter und Co. trieben, blieb mir während dieser Zeit ebenfalls verborgen. Ein wirklich komisches Gefühl, derart von der Außenwelt abgeschnitten zu sein. Aber es hat auch überraschend gut getan. Es war in gewisser Weise sogar befreiend. Seit dem Tag habe ich irgendwie eine veränderte Blickweise auf die weite Welt der Handys und des Internets.

Was ist mir nur alles entgangen?

Was ich während meiner dreistündigen Offline-Phase gemacht habe? Ich bin einfach nur mal durch die City gelaufen. Bei strömendem Regen. Ohne Smartphone – versteht sich. Dabei habe ich beobachtet, wie an einer Bushaltestelle etwa 10 Personen standen, die auf ihren Bus warteten. Niemand von ihnen sagte ein Wort. Alle blickten „stumpf“ auf ihre Handys. Dass wenig später der Bus ankam, bemerkten sie erst, als sich das durch die großen Reifen aus der riesigen Pfütze hochspritzende Wasser über einige der Wartenden ergoss. Ob dabei einige ihrer Smartphones durch die Feuchtigkeit Schaden genommen haben? Und wenn ja – wer zahlt das eigentlich? Bei der Gelegenheit fiel mir ein, dass mein Handy mal in die Toilette gefallen ist. Ein echtes Ärgernis. Nein – für mich war das eine Katastrophe. Eine sehr teure noch dazu, denn das Smartphone war vollkommen zerstört. Dass es tatsächlich eine Versicherung gibt, die für derartige „Zwischenfälle“ aufkommt, hatte ich seinerzeit überhaupt nicht in Erwägung gezogen. Mittlerweile weiß ich, dass es sehr wohl Anbieter gibt, bei denen ich meinen „elektronischen Begleiter“ hätte versichern lassen können.

Kommunikation, Zwischenmenschlich, Menschen im BusEine völlig neue Sichtweise

Nochmal zurück zur Situation am Bussteig. Diese war einerseits recht witzig. Zumindest aus meiner Sichtweise. Andererseits hat sie mir auch die Augen geöffnet. Wie abhängig man doch von so einem kleinen Gerät ist. Wie viele lustige Situationen sind mir möglicherweise bereits entgangen, weil ich den Blick nur auf dieses Handy-Display – und nicht auf das wahre, reale Leben – gerichtet hatte?! Handyfotos hier, Selfies da – Sehenswürdigkeiten, Personen, Landschaften und Co. beguckt man offensichtlich viel häufiger durch das Handyobjektiv, als mit den eigenen Augen. Kein Wunder, dass da die Zahl der Selfie-Unfälle rapide zugenommen hat. 73 Tote gab es bereits allein in diesem Jahr bei dem Versuch, Selfies zu machen. Das jedenfalls besagen aktuelle Statistiken. Mir gibt all das sehr zu denken. Jedenfalls werde ich mir diese kleinen Offline-Auszeiten ab sofort viel häufiger gönnen. Es macht nämlich Spaß, es tut gut – und man kann viele spannende Dinge sehen – in der realen Welt!

In diesem Sinne werde ich mein Eheversprechen an mein Smartphone hin und wieder durchdenken und mir meine kleinen Auszeiten nehmen.

Da mein Smartphone auch mein ständiger Kollege ist und ich es für die Arbeit brauche, werde ich wohl nur kürzere, private Offline-Phasen haben.

Tipp: Wer auf sein Smartphone angewiesen ist, ist mit einer Versicherung gut beraten, wenn der Wert des Geräts entsprechend hoch ist. Das Vergleichsportal Netzsieger bietet eine Übersicht, um den individuell richtigen Anbieter zu finden. Ich habe mich für be-relaxed entschieden, vielleicht weil mir der Name gefiel.

Photo by Jacob Morch and Alex Iby on Unsplash

Ein Gedanke zu “Die Welt wieder entdecken – Eine Auszeit vom Handy
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