Fünfmal am Tag – so gehst Du achtsam durchs Leben

Ein früher Morgen im November. Die Sonne schien hell und es war kein bisschen kalt, einfach nur frisch. Wunderbar. Fand unsere Gastautorin Michèle Halder – und schreibt darüber, wie Du ganz einfach achtsam sein kannst.

Ich bin auf mein Rad gestiegen und in Richtung Dorfbäcker gefahren. Viele Leute waren schon nebst Kind und Kegel unterwegs, niemand war eilig, jedermann schien Geduld zu haben, ein Lächeln lag allen näher als eine gerunzelte Stirn. Was so ein kleines bisschen Licht und Wärme doch ausmacht.

Fünf Mal etwas am Tag bewusst achtsam erleben

Darum dachte ich darüber nach, wie es zu schaffen ist, dieses Licht und diese Wärme aufzubewahren, das Gefühl anhalten zu lassen.

Wie können wir diese allgemein heitere Stimmung in uns allen entstehen lassen?

Ganz einfach eigentlich. Der Aufwand ist gering, das Ergebnis aber überzeugend. Beginne doch einfach damit, Dir im Laufe des Tages nur fünfmal bewusst zu machen, wenn Du etwas Angenehmes oder Schönes erlebst:

Den ersten Schluck warmen Kaffees oder Tees am Morgen bewusst erleben mit dem Gedanken: „Oh ja, ich mag diesen ersten Schluck.“

Der erste Schluck KaffeeDu hast durch den Stadtlärm hindurch den Gesang eines Vogels wahrgenommen? Eine wunderbare Gelegenheit, sich an der Natur zu erfreuen.

Am Vormittag bei der Arbeit oder beim Einkauf eine freundliche Begegnung gehabt und einfach daran denken: „Wie nett das doch eben war.“

Das Mittagessen hat gut geschmeckt? Wunderbar, denn man kann sich ganz bewusst sagen: „Wie gut, dass ich diese Mahlzeit hatte“

Ein bisschen genascht? Bestens, denn es ist eine Gelegenheit für ein: „Ich liebe Schokolade, Fruchtgummi, Rosinenschnecken, Vanilleeis….“

Immer öfter die schönen Augenblicke wahrnehmen

Du merkst worauf ich hinaus will? Wir erleben im Laufe eines Tages ganz oft schöne Momente, die wir einfach so vorbei streichen lassen. Wenn wir uns dagegen angewöhnen, einfach nur fünfmal am Tag bewusst wahrzunehmen, was wir da gerade Angenehmes erleben, entdecken wir, wie schön unser Leben eigentlich ist. Und wir beginnen damit, immer öfter die schönen, angenehmen Augenblicke wahrzunehmen.

Achtsamkeit macht glückliche Menschen

Ebenso verhält es sich im Umgang mit unseren Mitmenschen. Ganz gleich, wie uns jemand begegnet, wenn wir bewusst freundlich und mit einem Lächeln agieren und reagieren, erleben wir einen vollkommen neuen Alltag. Und haben im Handumdrehen für ein wenig Leichtigkeit gesorgt. Die einzige Voraussetzung dafür ist, bewusst auf die eigene Wortwahl zu achten. Beim Bäcker vor der Bestellung einen guten Morgen wünschen und beim Rausgehen Tschüss sagen. Die Verkäuferin freut sich und wir uns mit ihr.

So einfach und ohfamoos ist es achtsamer zu sein – ja, das finden wir auch.

Michèle Halder schreibt seit Sommer 2017 ohfamoose Gastbeiträge. Ihr erster Artikel war dem Thema Heimat gewidmet. Speziell ihr Beitrag über Kindererziehung hat viel Aufsehen erregt, was sich in sehr differenzierten Kommentaren niederschlug.

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.