Die Festtage – Zeit zum Schmökern und Genießen

Wenn nicht jetzt, wann dann?! Statt hektisch von Gans, zu Raclette, zu Wildgulasch zu pendeln, findet ihr hoffentlich zwischen den Feiertagen richtig viel Zeit für Muße. Nach einem ausgiebigen Spaziergang, beim Tee oder Gläschen Wein legt es sich ganz hervorragend die Füße hoch. Schmökerzeit! Einfach mal die Zeit zwischen den Zeilen anhalten.

Sonja und Cornelia haben ihre Bücherregale, den Weinkeller sowie ihre Tee- und Backstuben für euch geöffnet. Mögen ihre Tipps euch zu herrlichen Mußestunden allein, zu zweit (man kann dabei herrlich füßeln) oder mit der ganzen Familie verführen!

Sonja macht euch diese Bücher schmackhaft:

  • Jakob Arjouni – HausaufgabenLesetipps für die Festtage
    War er seiner Familie, seinen Schülern nicht immer ein leuchtendes Vorbild? Und nun muss Deutschlehrer Joachim Linde »peinlichstes Privatleben« vor seinen Kollegen ausbreiten, um seine Haut zu retten. Denn alles in seinem Leben scheint die schlimmstmögliche Wendung genommen zu haben.
  • Leon de Winter – Das Recht auf Rückkehr
    Als der vierjährige Bennie spurlos verschwindet, denkt sein Vater, Bram Mannheim, erst an einen Unfall, dann an ein Verbrechen. Dass das Verschwinden des Jungen mit Weltpolitik zu tun haben könnte, entdeckt er erst sechzehn Jahre später. Und er tut alles, um seinen Sohn wiederzubekommen.
  • Julie Zeh – Unterleuten
    Manchmal kann die Idylle auch die Hölle sein. Wie das Dorf Unterleuten irgendwo in Brandenburg. Als eine Investmentfirma einen Windpark in unmittelbarer Nähe der Ortschaft errichten will, brechen Streitigkeiten wieder auf, die lange Zeit unterdrückt wurden. Denn da ist nicht nur der Gegensatz zwischen den neu zugezogenen Berliner Aussteigern, die mit großstädtischer Selbstgerechtigkeit und Arroganz und wenig Sensibilität in sämtliche Fettnäpfchen der Provinz treten. Da ist auch der nach wie vor untergründig schwelende Konflikt zwischen Wendegewinnern und Wendeverlierern. Kein Wunder, dass im Dorf schon bald die Hölle los ist …

Und Cornelias Empfehlungen sind:

  • Für Krimifans: Der Fall Collini von Ferdinand von Schirach
    Was treibt einen Menschen, der sich ein Leben lang nichts hat zuschulden kommen lassen, zu einem Mord? Neues Deutschland meint zu diesem Buch: Schnörkellos, atemberaubend!“ Ich hab’s an einigen Abenden weggelesen, wie auch andere Bücher vom Berliner Strafverteitiger, der zum Glück das Schreiben für sich entdeckt hat.
  • Wer besondere Geschichten während des 2. Weltkriegs mag: Im Frühling sterben von Ralf Rothmann ist ein fantastisches Buch!
    Andreas Kilb von der FAZ meint: „Es gibt in der deutschen Gegenwartsliteratur keinen Vergleich für dieses Buch.“ Ich mochte es nie aus der Hand legen und wollte es doch. Es hat mich stellenweise atemlos gemacht. Ich sehe die Zeit, die ich ja nur aus Erzählungen, Büchern und dem Geschichtsunterricht kenne, mit anderen Augen.
  • Evangelisch. Erfolgreich. Wirtschaften aus dem chrismon Verlag inspiriert sehr klug zu Werten, dem Wirtschaften und Glauben.
    Rang- und namenhafte Wirtschaftsgrößen sprechen über ihr Verständnis von Glauben und Geschäft. Sehr, sehr erhellend!
  • Man kommt m. E. nicht an Maria Pruckners „Die Komplexitätsfalle“ herum!
    Sie findet hier Antworten auf die Fragen zu einer besser funktionierenden Gesellschaft, beruflich wie privat.. Ich lese dieses Buch gerade und kann den Highlighter kaum aus der Hand legen. Für mich eine echte Entdeckung!

Bei den Gaumenfreuden schwört Sonja auf einen Rioja – Marques de Riscal und einen Primitivo. „Derzeit gibt es diesen leckeren Primitivo bei Aldi für 3,99 und er kann es mit jedem 15 Euro Wein aufnehmen!“, meint sie begeistert. Außerdem steht sie auf Lebkuchen – klein, rund und braun müssen sie sein!

Cornelia bekennt sich wie Sonja auch zum Wein. „Seit fast 14 Jahren erfreue ich mich an den Empfehlungen und guten Tropfen vom Weinhaus Bacchus. Dem Chevalier de Bayard bin ich seit dem treu (rot). Seit einigen Jahren mag ich den Königschauffhauser Vulkanfelsen außerdem, ein vorzüglicher Grauer Burgunder.“

In ihrer jährlichen Weihnachtsbäckerei gibt es schon lange „Haferflockenplätzchen“. Die sind irre lecker und einfach gemacht (auf chefkoch.de gefunden). Und nach der Völlerei tut ein Kräutertee „Basisch Vital“ immer sehr gut.

Wir empfehlen außerdem weihnachtliche Gospel-Musik. Natürlich, die traditionellen und zeitgenössischen Hits sind immer gerne gehört. Heiter-besinnlich wird’s auch mit diesen Klängen:

Bestimmt habt ihr weitere Tipps, und wenn ihr sie in unserer ohfamoosen Community teilen mögt, dann freuen wir uns auf eure Kommentare oder Posts.

 

Bildquellen: unsplash

Schreibe einen Kommentar

Deine E-Mail-Adresse wird nicht veröffentlicht. Erforderliche Felder sind mit * markiert.