Seychellen: ein kleines Paradies

Ihr kennt Sonja ja mittlerweile als die schreibende Nomadin. Ihr letztes Urlaubsziel war südlich des Äquators in dem kleinen Inselstaat der Seychellen. Diese paradiesische Inselwelt scheint wirklich eine Reise wert. Hier ihr Reisebericht aus Mahé.

Port Glaud, Mahe

Mahe – unser Südstrand

Erst mal ein paar Fakten: Die Republik Seychellen ist ein Inselstaat im Indischen Ozean und besteht aus etwa 115 Inseln, davon sind 42 Granitinseln und 73 Koralleninseln. Man teilt sie nach ihrer Lage in die zwei Hauptgruppen: Inner Islands und Outer Islands. Mein Ziel war Mahé, die größte Insel in den Inner Islands, die nur 27 km lang und maximal 8 km breit ist. Die Vegetation ist üppig und Urwald-ähnlich und schon auf dem Weg zum Hotel sah ich viele Pflanzen, die ich sonst nur als Topfpflanzen aus dem Wohnzimmer kenne. Auf Mahé säumen sie die Straßen und ranken in sattem grün die Bäume hoch.

Das erste Kriterium bei der Auswahl meines Sommer-Reiseziels ist eigentlich immer das Tauchen und hier hatte ich doch einige Erwartungen. Auf den Seychellen ist es zwar das ganze Jahr über hochsommerlich warm, aber zum Tauchen und Schnorcheln sind die Übergangsmonate April und Mai sowie Oktober bis etwa Mitte Dezember die beste Reisezeit. Große Fische soll man hier zu sehen bekommen – ich war gespannt.

Mein Hotel Constance Ephelia in Port Launay, an einem Unterwasser Naturschutzgebiet gelegen, ist sehr ohfamoos. Eine riesige, sehr weitläufige Anlage mit kleinen Villen, Bungalows und 2-stöckigen Gebäuden, durch deren Mitte sich ein Mangrovenwald zieht. So waren auch die elektrischen Golf Buggies, die einen Shuttle Service zwischen den Stränden, Restaurants und Zimmern anbieten, sehr willkommen.

Da ich aus Dubai komme und die Hotels dort sehr gut kenne, freute ich mich besonders über die niedrige Bauweise und war froh mal keine Betonklötze zu sehen.

Bei meiner Ankunft wurde ich von einem Seychellois begrüßt und bekam eine Einführung in die diversen Restaurants, das Spa und das sportliche Freizeitangebot, welches sich an den zwei Stränden der Hotelanlage befindet. Ich war beeindruckt, wie viele Einheimische hier in der Tourismusbranche arbeiten. Super nette, freundliche und sehr zuvorkommende Menschen!

Der Tourismus ist für die Seychellen wichtig, ist er doch für 70% der Wirtschaft zuständig und bietet somit auch viele Jobs für die Seychellois.

Da ich gerne Land und Leute meines Reiseziels kennen lerne, war ich gleich am zweiten Tag zur Hauptstadt unterwegs – Victoria. Diese kleine Stadt hat, laut Reiseführer,  einen Flughafen, einen Fracht- und Fischereihafen und einen traditionellen Markt. Mit dem Inselbus Nummer 13 fuhr ich quer über die Insel und saß mit den Einheimischen zusammen. Sehr authentisch und empfehlenswert!

In Victoria angekommen wurde mir erst einmal bewusst, wie klein diese Stadt wirklich ist. Mit knapp 27,000 Einwohnern ist sie sehr schnell zu erkunden und überschaubar. Der Busbahnhof, das eigentliche Zentrum, ist höchst effizient. Den botanischen Garten habe ich nicht besucht, und den lokalen Big Ben Clock Tower hätte ich schnell übersehen, wäre er nicht im Reiseführer erwähnt worden.

Tauchbasis Constance Ephelia

Die Tauchguides

Aber dann war ja da noch das Tauchen…

Und hier komme ich ins Schwärmen – was für eine Unterwasserwelt! Schildkröten, Rochen, Gitarrenhaie, viel bunte Fische  – und zur Krönung ist dann ein acht Meter langer Walhai an meiner Seite geschwommen. Ein so wunderbares Ereignis, das ich mein Leben lang nie vergessen werde – so ohfamoos!

Mein Tipp: Wer wirklich Ruhe braucht, weitab jeder Hektik, ist hier gut aufgehoben. Kein billiges Urlaubsziel, aber dafür gibt es keinen Massentourismus. Und Taucher kommen voll auf ihre Kosten!!!

Fotos:privat

 

 

 

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