Ich will weniger Plastik in meinem Leben!

Neulich erreicht mich eine Pressemitteilung. Im Fokus steht Plastik und wie schwierig es ist Plastik im täglichen Leben zu vermeiden. Es geht ja morgens beim Zähneputzen schon los: Plastik findet man nicht nur in der Verpackung, sondern als winzig kleine Teilchen in der Zahnpasta selbst. Die Liste wann und wo wir mit Plastik in Berührung kommen ist endlos, denn Plastik ist allgegenwärtig, billig, leicht zu transportieren und angeblich schnell zu entsorgen.

Plastik verpackunges aus dem Supermarkt

Ha, leicht zu entsorgen, dass ich nicht lache. Sofort denke ich an diese sperrigen Schalen, in denen Feldsalat und Obst verpackt sind, die bringen mich an den Rand des Wahnsinns. Ich wohne in einer kleinen Wohnung und meine Mülleimerkapazität ist bemessen. Leider ist es aber so, dass Supermärkte sich nur bei den Einkaufstüten engagieren. Mit Stoff- und Papiertaschen machen sie an der Kasse Werbung für ihr Umweltbewusstsein. Was innerhalb des Markts passiert fällt jedoch weniger in die Waagschale. Da findet man sogar die Bio Gurke in Folie eingeschweißt.

In der Pressemitteilung finde ich auch einen Link mit folgenden Verbraucherdaten, die mich aufhorchen lassen. Jährlich verbrauchen die Deutschen fast 12 Millionen Tonnen Plastik – so viel wie kein anderes europäisches Land. Und nur etwa 42% des Plastik-Mülls in Deutschland werden recycelt, im Gegensatz zu Dänemark, wo die Plastik Recycling Rate bei fast 90% liegt. Soviel zu Deutschland und seinen Recycling Erfolgen. Und die Situation spitzt sich zu, denn China hat gerade ein Importstopp für Müll aus der EU verhängt.

Deshalb habe ich nur einen Vorsatz für das neue Jahr: weniger Plastik in meinem Leben!

Wie ich das anstelle? Hier sind ein paar Tipps:

  • Ich habe immer eine Stoffeinkaufstasche in der Handtasche. Die Taschen sind leicht und nehmen kaum Platz weg.
  • Ich trinke Leitungswasser und kaufe keine Getränke in Plastikflaschen.
  • Ich kaufe, wenn möglich, loses Obst und Gemüse. Das geht sehr gut am Wochenmarkt.
  • Ich suche ob es Produkte in Glascontainern, anstatt Plastik gibt.
  • Ich benutze in der Küche Glascontainer. Gestehe aber, dass ich meine Tupperware nicht weggeworfen habe.
  • Und ich benutze kein Plastikgeschirr und keine Strohhalme.

Außerdem habe ich auf Facebook folgende Gruppe gefunden, dort findet man weitere Anregungen und Tipps. https://www.facebook.com/groups/plastikfreileben/

In meinem Beitrag über den Meeresatlas könnt ihr außerdem lesen wo all das Plastik schlussendlich landet.

Schreibt uns Eure Ideen wie man Plastik vermeiden kann – damit unser Planet weiterhin ohfamoos bleibt.

 

 

5 Gedanken zu “Ich will weniger Plastik in meinem Leben!
  1. In Gedanken hatte ich es auch schon einige Male, doch die Tage sah ich einen Bericht im fernsehen, der ich dazu veranlasste, es anzugehen.
    Meine Große nimmt jeden Tag ihre Getränke mit in die Schule und auch die Kleine im Kindergarten benötigt mal Getränke. Bisher waren dies bei uns die 0,5 l Flaschen, die ich den beiden mitgegeben habe. Für beide habe ich nun Flaschen besorgt, welche wir dann immer mit Leitungswasser füllen. Und ich habe schon einiges gelesen, was sich nun in den Alltag integrieren lassen muss – verstärktes Einkaufen auf dem Wochenmarkt steht auch mit drauf.

  2. Zu meinem großen Erstaunen musste ich letztens dazulernen, dass die Juteeinkaufstaschen zwar nicht aus Plastik sind aber unheimlich viel Wasser in der Produktion verbrauchen. Ökologischer sind also tatsächlich aus Plastik recycelte Taschen.

    Es ist ja nicht nur unsere Schuld als Verbraucher sondern auch die Schuld der Produzenten. Es gibt längst Plastikersatzsoffe aus Algen, die sogar dichter sind als das erdölbasierte Plastik. Dieses Plastik löst sich sogar im kochenden Wasser auf. Man könnte also die Spaghetti gleich mit der Verpackung in das Wasser werfen.

    Solange das herkömmliche Plastik aber billiger ist, werden die Produzenten freiwillig nicht auf andere Verpackungen setzen. Es müsste schon ein Verbot her.

  3. Plastik ist mittlerweile wie die Pest! Selbst bei uns in Deutschland nimmt der Plastikmüll in der Natur, in den Flüssen, an unseren Stränden immens zu … von anderen Ländern ganz zu schweigen. Von Handel und Herstellern wird es in dieser Hinsicht kaum Hilfe geben, auch für die Politik ist das Thema nur drittrangig. Da hilft nur selbst aktiv zu werden. Mit vielen kleinen Maßnahmen, wie zum Beispiel sich das Brot beim Bäcker nicht schneiden und dann in eine Plastiktüte packen zu lassen sondern stattdessen „im Stück“ in einer Papiertüte mitzunehmen.

  4. Hallo zusammen!

    Ein Blog Artikel und Thema das keinen Unberührt lassen sollte. Selbst habe ich beim lesen mir so meine Gedanken gemacht, wie ist dies in meinem – sprich unserem Alltag. Erstaunlich was wir seit Jahren schon ohne Plastik umsetzen konnten. Das Thema Einkaufstaschen zum Beispiel, liegt es an der Einstellung oder an der Generation? Egal, wir nutzen seit Jahren keine mehr – ein Gutes Gefühl.

    Weniger Gut sind wir beim Thema Plastikflaschen. Das schaffen wir so nicht, meine Frau würde das Gewicht bei Glasfalschen unnötig belasten und alles liefern lassen wir für uns zu teuer, leider. Aber auch beim trinken, persönlich trinke ich aus kleinen Plastikflaschen was mir bei meiner Behinderung hilft. Aber dies wäre ein anderes Thema, jeder hat die Möglichkeit seinen Beitrag zu leisten – in eine Welt mit extrem weniger Plastik.

    Liebe Grüße Frank

  5. Ich vermeide beim einkaufen in plastik eingepackte ware . Joghurt, Ketchup , Konserven , gibts oft auch in glas verpackt .
    Spülmaschinentabs gibts mit auflösender Folie , oder das Pulver lose zu kaufen .
    Zum Bäcker geh ich mit einem Leinenbeutel , da kommen Brot u Brötchen rein.
    Beim Metzger einfach fragen , ob man eigene Behälter mitbringen darf .
    Als nächstes geh ich die Shampooflaschen an , und probiere Haarseife aus .
    Ich würde gern noch mehr tun , nach und nach . Es fällt einem immer was ein .

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